Tipps für den Umgang mit Mobbing:

wie man sich in schwierigen Situationen am besten verhält



Heutiger Artikel in der Tageszeitung:

Einer neuen Studie zufolge hat bereits jeder dritte Beschäftigte (33%) schon einmal Diskriminierung am Arbeitsplatz erlebt, fast genauso viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, nämlich 30%, sind Opfer von Mobbing geworden.  Nur knapp die Hälfte der betroffenen Personen hat diese Vorfälle dem Arbeitgeber gemeldet. 

Unter Mobbing versteht man wiederholte, systematische und oft auch gezielte negative Handlungen oder Verhaltensweisen, die darauf abzielen, eine Person zu schikanieren, zu schädigen oder zu erniedrigen. Mobbing kann in verschiedenen Umgebungen auftreten, wie am Arbeitsplatz, in der Schule, in der Gemeinschaft oder sogar im digitalen Raum.

Typische Formen des Mobbings können sein:

  1. Verbale Angriffe: Beleidigungen, Beschimpfungen, abfällige Bemerkungen.
  2. Soziale Ausgrenzung: Ignorieren, isolieren oder Gerüchte über eine Person verbreiten, um sie von anderen zu trennen.
  3. Körperliche Übergriffe: physische Gewalt oder Drohungen.
  4. Cyber-Mobbing: Schikanieren oder Belästigen einer Person über digitale Medien wie soziale Netzwerke, E-Mails oder Messaging-Apps.


Mobbing kann ernsthafte Auswirkungen auf das Opfer haben, darunter psychische Probleme wie Angstzustände, Depressionen, Selbstzweifel und sogar Selbstmordgedanken.

Mobbing ist also ein ernstes Problem, das viele Menschen in ihrem Leben erleben können. Es ist wichtig zu wissen, wie man sich in solchen Situationen am besten verhalten kann, um sich selbst zu schützen und Unterstützung zu erhalten. 

Hier sind einige nützliche Tipps: 

 

1. Konfrontiere das Problem nicht alleine: Sprich mit vertrauenswürdigen Freunden, Familienmitgliedern oder Kollegen über das, was passiert. 

 

2. Dokumentiere die Vorfälle: Halte genau fest, was passiert ist, wann es passiert ist und wer beteiligt war. Diese Aufzeichnungen können wichtig und hilfreich sein, wenn du dich später an Vorgesetzte, Lehrer oder andere Autoritäten wenden musst. 

 

3. Suche Unterstützung bei Vertrauenspersonen: Wende dich an Vorgesetzte, Lehrer, Schulberater oder deinem Vorgesetzten (falls es sich um Mobbing am Arbeitsplatz handelt) und teile ihnen deine Situation mit. Sie sind dafür da, solche Probleme anzusprechen und dir zu helfen. 

 

4. Setze klare Grenzen: Wenn es sicher ist, dies zu tun, konfrontiere die Person oder Personen, die dich mobben, und mache ihnen klar, dass ihr Verhalten inakzeptabel ist. Bleibe dabei ruhig und sachlich, aber sei bestimmt. 

 

5. Hole dir professionelle Hilfe: Wenn das Mobbing ernsthafte Auswirkungen auf deine psychische Gesundheit hat, zögere nicht, professionelle psychologische in Hilfe in Anspruch zu nehmen. Das wird dir dabei helfen, mit den emotionalen Auswirkungen umzugehen und Strategien zu entwickeln, um mit der Situation umzugehen. 

 

6. Kenne deine Rechte: Informiere dich über die Richtlinien und Verfahren zum Umgang mit Mobbing am Arbeitsplatz oder in der Schule.

 

Solltest du dich bereits in einer solchen Situation befinden, stehe ich dir als Heilpraktikerin (Psychotherapie) und Coach gerne zur Verfügung, um effektive Hilfe anzubieten. Gemeinsam entwickeln wir die passenden Strategien, um mit Mobbing umzugehen und deine psychische Gesundheit zu unterstützen. 

 

Bist du betroffen, denke bitte daran, dass Mobbing nicht deine Schuld ist und dass du das Recht hast, in einer Umgebung zu arbeiten oder zu lernen, die frei von Schikanen und Belästigungen ist. Trau dich, Unterstützung zu suchen und deine Rechte einzufordern. 


Was Fachkräftemangel und psyische Gesundheit miteinander zu tun haben

 
Der Fachkräftemangel ist in aller Munde. Firmen können ihren Aufträgen nicht mehr nachkommen, weil an allen Ecken und Kanten Personal fehlt. Krankenfehltage aufgrund psychischer Ursachen erreichen den dritthöchsten Stand aller Krankmeldungen. Stapelkrisen (es begann mit Corona, Krieg in Europa, Inflation etc.) befeuern Ängste und Sorgen über Zukunft und Gegenwart und beeinflussen die psychische Gesundheit. 42% der vorzeitigen Renteneintritte erfolgen mittlerweile wegen "Psychischer Störungen und Verhaltensstörungen".  Hierdurch entsteht wiederum ein Teufelskreislauf aus Überlastung und Personalmangel: Chronischer Stress oder aber „quiet quitting“ sind vorprogrammiert. Der volkswirtschaftliche Schaden ist enorm und steigt seit Jahren beständig an. Und trotzdem ist das Thema psychische Gesundheit immer noch ein blinder Fleck und in weiten Teilen ein Tabu-Thema!
 
 Um aus diesem Kreislauf herauszubrechen, ist es notwendig, dieses Thema anders anzugehen. Mitarbeitende sind Menschen und keine "Ressourcen". Und Menschen haben Bedürfnisse, Ängste und Sorgen, die gesehen und wahrgenommen werden müssen.
"Mental health" als Schlagwort beschreibt einen Zustand psychischen, körperlichen und emotionalen Wohlbefindens und der Fähigkeit, die normalen Belastungen des Alltags bewältigen zu können. Die WHO (World Health Organisation) hat jährlich Anfang Oktober, dieses Jahr am 10.10., weltweit einen Aktionstag ausgerufen, um für dieses Thema zu sensibilisieren.
 
Doch welche Faktoren beeinflussen die psychische Gesundheit?
Arbeitgeber sowie auch Mitarbeitende sollten bereits erste Anzeichen psychischer Erkrankungen ernst nehmen und darauf reagieren. Aber was sind die Faktoren, die die Psyche belasten? Typische Belastungsfaktoren im Arbeitskontext sind Über- oder Unterforderung, Ängste (z.B. vor Jobverlust), chronischer Stress, mangelnde Work-Life-Balance. Aber auch private Probleme oder Krisensituationen können die Arbeitsleistung massiv beeinträchtigen.
Der Monitor „Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt“ bündelt aktuelle Erkenntnisse zu betrieblichen und individuellen Einflussfaktoren nach Einschätzung der Beschäftigten. (Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales - https://www.inqa.de/DE/themen/gesundheit/physische-und-psychische-gesundheit/uebersicht.html 
Andererseits können gute Rahmenbedingungen auch zur Zufriedenheit mit der Arbeit und damit zur Zufriedenheit und auch zur emotionalen Mitarbeiterbindung beitragen. Gute Rahmenbedingungen schafft z.B. ein Gesundheitsmanagement, das psychische Gesundheit mit einbezieht. Und das möglichst nicht erst, wenn bereits profunde Probleme vorhanden sind.
 
Prävention im psychischen Gesundheitsmanagement bietet einen großen Nutzen und kann auf mehreren Ebenen verteilt sind. Bestandteile hiervon können sein: 

         -    Schulungen und Trainings zu bestimmten Themen, z.B. Resilienzförderung, Stressmanagement, Burn-Out-Prophylaxe 
-    Einzelgespräche und -begleitungen von Mitarbeitern 
-    Coaching von Fach- und Führungskräften, z.B. zum Thema emotionale Mitarbeiterbindung 


Sehr gerne biete ich hier passgenaue und individuelle Lösungen für Firmen an!

 

Die 90 Sekunden-Regel 


Bringen dich unliebsame Gefühle wie Angst, Stress, Ärger oder Wut auch manchmal aus der Fassung? Können dir kleine Bemerkungen, der Bremser vor dir auf der Straße oder Stress im Job so richtig den Tag verderben oder sogar zu tage- oder wochenlangem Frust und schlechten Gefühlen führen?  Was würde passieren, wenn du wüsstest, dass diese Emotionen einen biochemischen Lebenszyklus von nur 90 Sekunden haben?
Die amerikanische Neurowissenschaftlicher Jill Bolte Taylor fand heraus, dass jede Emotion nur einen sehr kurzen Überlebenszeitraum hat. Genauer gesagt fand sie folgendes heraus:
 «Wenn eine Person eine Reaktion auf etwas aus ihrer Umgebung hat, gibt es einen Prozess im Körper, der 90 Sekunden anhält. Die emotionale Reaktion, die danach stattfindet, geschieht aufgrund der oft unbewussten Entscheidung der Person, in diesem emotionalen Loop zu bleiben.»
 
Das würde bedeuten, dass wir uns nach 1 1/2 Minuten dafür ENTSCHEIDEN, wütend, traurig, ängstlich, panisch oder getresst zu sein. Um zu verstehen, was damit gemeint ist, braucht es etwas Hintergrundwissen über die Funktionsweise unseres Gehirns. Unser Hirn, in diesem Fall das limbische System und das Zwischenhirn, bewertet fortlaufend die Informationen (Erlebnis, Situation, Fakten, Bilder), mit denen wir konfrontiert werden. Ist eine Information für uns neu oder/und interessant, so fokussiert sich unsere Wahrnehmung darauf, diese unmittelbar emotional zu bewerten, was zu einer entsprechenden Reaktion auf der Gefühlsebene (inkl. entsprechender Hormonausschüttung sowie Reaktion des vegetativen Nervensystems) führt.
Insbesondere, wenn wir bedroht (dazu gehört auch Stress in der Arbeit), angegriffen (auch verbal, z.B. bei Streit mit dem Partner) oder beleidigt werden, reagiert unser Körper mit einer archaischen hormonellen Reaktion und aktiviert alle zur Verfügung stehenden Ressourcen und Kräfte für den fight, flight or freeze Modus: Adrenalin wird ausgeschüttet, die Muskeln werden stärker durchblutet, Blut und Sauerstoff werden aus nicht lebenswichtigen Organen abgezogen! Diese Reaktion war in grauer Vorzeit sehr nützlich, um dem Säbelzahntiger zu entkommen, ist aber in unserer modernen Welt bei Gespräch mit der/dem Vorgesetzten oder Streit mit dem Partner/in eher wenig hilfreich. Jill B. Taylor fand also heraus, dass der oben beschriebene Prozess der emotionalen Reaktion nur 90 Sekunden lang anhält Danach können wir wahrnehmen, wie sie aufhört.
Wenn wir also danach noch Furcht, Wut oder Angst oder Ärger fühlen, liegt das an unseren eigenen Gedanken, die den Kreislauf der Bewertung durch das Gehirn (genauer gesagt, der Amygdala), immer wieder anregen können. 
Wie kommst du jetzt also raus aus der Emotion-Gedanken-Spirale?
Jill B. Taylor sagt dazu: «Am gesündesten ist es, wenn ich mich der Emotion völlig hingebe, wenn sie mich physiologisch überkommt. Ich stehe einfach die neunzig Sekunden durch, weil Emotionen heilen, wenn man sie zulässt und wertschätzt. Mit der Zeit lässt die Häufigkeit dieser Kreisläufe für gewöhnlich nach.»
 
Sie nennt das die «90-Sekunden-Regel»: Wenn wir in einer Situation sind – egal, was es ist – sollen wir uns erlauben, die aufkommenden Emotionen ganze neunzig Sekunden lang zu beobachten. Einfach innehalten, fühlen, atmen und beobachten, ohne zu bewerten oder zu handeln. Die Idee ist, zurückzutreten und etwas Raum zwischen unserer Emotion und unseren Gedanken zu schaffen. Haben wir die Emotion voll gefühlt und ausgehalten, ist es gut, dem Gehirn etwas anderes zu tun zu geben.
Konkret bedeutet dies: Wann immer dich eine intensive Emotion überkommt, versuche, erst einmal aus der Situation herauszugehen, entweder verlässt du nur symbolisch, z.B. durch einen Schritt oder ganz konkret, indem du z.B. zur Toilette gehst. Versuche, ein paar Mal tief gleichmäßig ein- und auszuatmen, zähle dabei bewusst bis vier oder sechs. dich in eine Meta-Perspektive zu begeben. Schau dir bewusst an, was passiert und wie du körperlich reagierst: Bist du angespannt, wie ist deine Atmung, kribbeln deine Arme oder Beine etc.
Nach 90 Sekunden lösen sich die emotionalen/physiologischen Reaktion auf und wir können die Situation bewusst neu bewerten und aus dieser Distanz komplett anders reagieren. Natürlich bedarf es einiger Übung, bis uns dieser Umgang mit destruktiven Emotionen auch in stressigen Situationen gelingt.

Deshalb mein Tip: Versuche, in möglichst alltäglich Situationen (Supermarktkasse, Parkplatzsuche etc.) die 90 Sekunden-Regel anzuwenden. Stoppe die Zeit, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie lang 90 Sekunden sind. Je mehr du damit vertraut bist, deine eigenen Emotionen zu betrachten, sie zuzulassen, ohne sie zu bewerten oder weghaben zu wollen, desto eher vergehen sie wieder. Und je geübter du im Umgang damit bist, desto souveräner kannst du zukünftig reagieren. Und je souveräner du reagieren kannst, also „Herr/in im eigenen Hause“ bist, desto größer wird dein Gefühl der Selbstwirksamkeit bzw. des Selbstvertrauens. Es lohnt sich also, hierfür etwas Zeit zu investieren!

Buchtipp: Jill Bolte Taylor: «Mit einem Schlag: Wie eine Hirnforscherin durch ihren Schlaganfall neue Dimensionen des Bewusstseins entdeckt.» 
 


About EMDR

 
Heute möchte ich dich einladen, die faszinierende Welt von EMDR – "Eye Movement Desensitization and Reprocessing" oder auf deutsch "Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegungen"  zu entdecken – einer innovativen Methode in der Traumatherapie, die durch bilaterale Stimulation, vor allem mittels Augenbewegungen, verblüffende Ergebnisse in kurzer Zeit erzielt. Entwickelt von der amerikanischen Psychologin Dr. Francine Shapiro, wurde EMDR ursprünglich für die Behandlung von posttraumatischen Belastungsstörungen konzipiert. Längst und mit großem Erfolg hat diese Methode zwischenzeitlich Einzug in diverse Bereiche von Coaching bis zur Burnout-Prävention gefunden.
Tauche mit mir ein in die neurobiologische Wirkweise von EMDR, die durch die Synchronisation beider Hirnhälften belastende Erinnerungen bearbeitet und dabei erstaunliche Entlastung auf Körper-, Gefühls- und Empfindungsebene ermöglicht. In einem intensiven 8-stufigen Prozess, begleitet von gezielten Augenbewegungen oder wahlweise taktilen oder akkustischen Sinnesreizen, erfolgt die Aufarbeitung von traumatischen Ereignissen sowie blockierenden Erinnerungen aus früheren Zeiten.

Die vielfältigen Anwendungsgebiete von EMDR erstrecken sich von posttraumatischen Belastungsstörungen über Angst- und Panikstörungen bis hin zu Depressionen, Suchterkrankungen, Stressbewältigung und Selbstwertproblematiken. Studien belegen die hohe Effektivität, und seit 2006 ist die Wirksamkeit von EMDR bei PTBS weltweit anerkannt. Übrigens gibt es weder ein Mindest- noch ein Höchstalter für die EMDR-Therapie, so dass auch Kinder und Jugendliche hiervon profitieren können!

Lass dich von dieser ressourcenorientierten Methode begeistern, die nicht nur eine beschleunigte Verarbeitung belastender Erinnerungen ermöglicht, sondern auch eine tiefgreifende kognitive Umstrukturierung und eine positive Neubewertung von Selbst und Ressourcen herbeiführt. Erlebe schon nach wenigen Sitzungen spürbare Veränderungen und öffne die Tür zu einem neuen Verständnis von Heilung und Selbstentwicklung. Willkommen in der Welt von EMDR, wo Innovation und Empowerment Hand in Hand gehen. EMDR funktioniert übrigens online und offline, das wiederum nochmals wunderbar ist: Entfernung ist also kein Hindernis, belastende Gefühle und Erlebnisse loszuwerden!
 

Ich freue mich sehr über deine Kontaktaufnahme, wenn du mehr darüber erfahren möchtest.

Bedürfnisse und seelisches Wohlbefinden


Bedürfnisse sind grundlegende menschliche Anforderungen, die notwendig sind, um das körperliche, emotionale, soziale und psychische Wohlbefinden sicherzustellen. Sie sind universell und in jedem Menschen vorhanden, unabhängig von Alter, Geschlecht, Kultur oder sozialem Status. Bedürfnisse können in verschiedene Kategorien unterteilt werden, die im Wesentlichen die grundlegenden Aspekte des menschlichen Lebens abdecken. So unterscheidet man zwischen den grundlegenden physiologischen Bedürfnissen wie Nahrung, Wasser, Schlaf, Luft, Kleidung und Obdach, ohne die das Überleben gefährdet sein kann. Danach kommt jeweils das Bedürnis nach Sicherheit und Stabilität, nach Bindung und sozialer Zugehörigkeit, nach Anerkennung und Bestätigung, nach Selberverwirklichung und geistiger Entwicklung und zuletzt nach Transzendenz, d.h. nach Sinnfindung und spirituellen Erfahrungen.

 


Bedürfnisse können nicht immer linear erfüllt werden und sind auch von verschiedenen Lebensphasen beeinflusst. Das Entscheidende ist jedoch, daß die Bedürfnisbefriedigung maßgeblich dazu beiträgt, dass Menschen ein erfülltes und zufriedenes Leben führen können. Die Nichtbefriedigung von seelischen Bedürfnissen kann verschiedene negative Auswirkungen auf das psychische und emotionale Wohlbefinden eines Menschen haben. Diese Auswirkungen können individuell unterschiedlich sein und hängen oft von der Art und dem Ausmaß der nicht erfüllten Bedürfnisse ab. 

Wenn die grundlegenden seelischen Bedürfnisse nicht erfüllt werden, kann dies zu einem anhaltenden Gefühl von Stress, Angst oder Unwohlsein führen. Auch Depressionen, Angst- und Panikstörungen sowie Suchtmittelmissbrauch können ihren Ursprung in der Nichtbefriedigung wichtiger seelischer Bedürfnisse haben.

Umso wichtiger ist, dass wir unsere individuellen Bedürfnisse kennen und auch auf deren Erfüllung achten. Vielen Menschen fällt es nämlich extrem schwer, Kontakt mit ihrem Inneren aufzunehmen und auch lang anhaltende Gefühle des Unwohlseins verschiedener Form, die auch körperlich sein können, werden selten mit unserer seelischen Balance in Verbindung gebracht. Wenn dir selbst der Zugang zu dir selbst schwerfällt oder auch blockiert ist, helfe ich dir mithilfe verschiedener, individueller Methoden gerne, den Kontakt zu selbst dir wieder herzustellen und somit aktiv an deiner Bedürfnisbefriedigung zu arbeiten. 



ACHTSAMKEIT


In der hektischen und schnelllebigen Welt von heute sehnen sich viele Menschen nach einem Moment der inneren Ruhe und Ausgeglichenheit. Genau hier kommt das Konzept der Achtsamkeit ins Spiel – eine Praxis, die es ermöglicht, bewusster im Hier und Jetzt zu leben und sich von Stress und Sorgen zu befreien.

Achtsamkeit hat ihre Wurzeln in alten östlichen Traditionen wie dem Buddhismus, hat jedoch in den letzten Jahren weltweit an Popularität gewonnen. Im Wesentlichen geht es bei Achtsamkeit darum, voll und ganz präsent zu sein, ohne Urteile über die Erfahrungen zu fällen. Sie erfordert, dass wir unsere Aufmerksamkeit bewusst auf den gegenwärtigen Moment richten, sei es unsere Gedanken, Gefühle oder körperlichen Empfindungen.

Indem wir uns auf das Hier und Jetzt konzentrieren und unseren Geist von ablenkenden Gedanken befreien, können wir das ständige Gedankenkarussell stoppen und uns auf das konzentrieren, was wirklich wichtig ist. Studien haben gezeigt, dass regelmäßige Achtsamkeitspraxis dazu beitragen kann, Stress zu reduzieren, die Konzentration zu verbessern und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern.

Eine einfache Möglichkeit, Achtsamkeit in den Alltag zu integrieren, ist die bewusste Atemübung. Schließe die Augen, konzentriere dich auf deinen Atem und spüre, wie die Luft in deine Lungen strömt und wieder herausfließt. Wenn deine Gedanken abschweifen, bringe sie sanft zurück zur Atmung. Diese einfache Übung kann bereits nach wenigen Minuten spürbare Entspannung bringen.

Eine weitere häufige Methode ist die achtsame Beobachtung der Umgebung, zum Beispiel beim Spazierengehen. Fühle bewusst den Boden unter deinen Füßen, beobachte die Natur um dich herum und nimm die Geräusche und Gerüche bewusst wahr. Dies kann helfen, den Geist zu beruhigen und die Sinne zu schärfen.

Achtsamkeit ist keine einmalige Lösung, sondern eine kontinuierliche Praxis. Je häufiger du sie übst, desto mehr wirst du die positiven Auswirkungen spüren. Es ist wichtig, sich nicht zu verurteilen, wenn man mal den Fokus verliert, denn das ist ganz normal. Mit Geduld und Ausdauer wird die Achtsamkeitspraxis zu einem wertvollen Werkzeug, um das Leben bewusster und erfüllter zu gestalten.

In einer Zeit, in der Ablenkungen allgegenwärtig sind, ist Achtsamkeit ein Weg, um die Kontrolle über unseren Geist zurückzugewinnen und unsere innere Stärke zu stärken. Es ermöglicht uns, das Leben intensiver zu erleben und mit den Herausforderungen des Alltags gelassener umzugehen. Also warum nicht heute damit beginnen, einen Moment innezuhalten, tief einzuatmen und die Reise zur Achtsamkeit zu beginnen? Dein Geist wird es dir danken.

Hast du Lust, dich dem Thema Achtsamkeit in einer Gruppe Gleichgesinnter zu nähern? In unregelmäßigen Abständen biete ich für kleine Gruppen Präsenz- und Achtsamkeitstage an, in denen es einige Stunden lang nur um dich geht Wir praktizieren zusammen Achtsamkeit, genießen Meditationen und kurze Impulsvorträge. Unter der Rubrik "Termine" findet du Infos, wann der nächste Tag stattfindet.